M.A. - Blick auf den Zahnarzt und die Gesellschaft

2005

Die Quellen:

Einladung zur Eröffnung des zweiten Matrikels

„Das dem Studiengang zugrunde liegende Konzept ist weltweit ohne Vergleich. Als innovatives Projekt der Professionsentwicklung dient es auch als Modell für andere Berufe.“

Erfahrungen mit und Erwartungen in den Masterstudiengang Integrated Dentistry - Vortragsmanuskript von Dieter Gaukel

Ich werde sicherlich noch viel Denkarbeit und manchen Schweißtropfen vergießen bis zum Abschluss. Denken strengt an und ist manchmal unbequem. Und meine Arbeit in der Praxis ist schon anstrengend genug, insbesondere, wo sich so Vieles ändert. Nicht nur von außen, wie Praxisgebühr, neue Festzuschüsse und was sonst noch auf uns zukommen mag. Sondern auch von innen. Die Denkprozesse, die ich hier durchlaufe, werden sicherlich Einfluss auf meine Arbeit haben. Der beste Weg, die Welt zu verändern, ist bei sich selbst zu beginnen. So werden wir vielleicht nicht gleich eine neue, aber bestimmt eine veränderte Zahnmedizin erleben. Und ich bin sicher, sie wird eine Bessere sein.

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Der Start des zweiten Matrikels - gleichzeitig eine Zwischenbilanz zum Masterstudiengang

von Dr. Dr. Hans Ulrich Brauer, M.A.
Professor Heners am Rednerpult (Quelle: Bildarchiv Akademie Karlsruhe)

Konzept des Masterstudiengangs ist weltweit ohne Vergleich

Am 27. Oktober 2005 startete das zweite Matrikel (2005-2007) des Masterstudiengangs „Integrated Dentistry“ in Karlsruhe. Auf der Agenda standen neben der Begrüßung der neuen Studierenden auch die bisherigen Erfahrungen und die Erwartungen des ersten Matrikels in den Studiengang. Auf der Einladung liest man Quelle: Einladung

„Das dem Studiengang zugrunde liegende Konzept ist weltweit ohne Vergleich. Als innovatives Projekt der Professionsentwicklung dient es auch als Modell für andere Berufe.“

Professor Walther spricht von seinen bisherigen Erfahrungen mit dem Masterstudium (Quelle: Bildarchiv Akademie Karlsruhe)

Die Referenten reflektierten das erste Studienjahr

Für die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe sprach Prof. Dr. Winfried Walther, stellvertretend für das erste Matrikel referierte der Zahnarzt und Masterstudent Dieter Gaukel zu Erfahrungen mit und Erwartungen in den Masterstudiengang und für die Universität Magdeburg, Jun.-Prof. Dr. Michael Dick stellte das Konzept hinter dem Masterstudiengang vor, indem er die Ressource Wissen in den Mittelpunkt stellte.

Dieter Gaukel spricht stellvertretend für das erste Matrikel (Quelle: Bildarchiv Akademie Karlsruhe)

Erfahrungen und Erwartungen von Dieter Gaukel

Dieter Gaukel, M.A., berichtet von seinen Erfahrungen im Masterstudiengang. Die Hälfte ist bereits geschafft. In seinem Bericht merkt man die Aufbruchsstimmung und Enthusiasmus unter den Teilnehmern des ersten Matrikels. Quelle: Vortragsmanuskript

Es wird von einer neuen Zahnheilkunde gesprochen. Im Zusammenhang mit den Fallpräsentationen im Abschlusskurs berichtet er, dass die Moderatorin, Frau Kollegin Dr. Christine Schröder, einen Quantensprung bei der Qualität der Präsentationen festgestellt habe.

Er erzählt, dass eine Erwartung in den Studiengang „der Blick über den Tellerrand und eine veränderte Sichtweise des eigenen Tuns wichtig“ gewesen sei. Diese Erwartung sei voll erfüllt worden. Eine Reihe von Beispielen zieht er hierzu heran. Alles Dinge, die auf die neuen Studierenden noch in den nächsten Monaten zukommen werden. Man merkt, die neuen Perspektiven führen auch zu neuen Fragen. Er resümmiert: „Ich habe gelernt zu hinterfragen.“

Zum Blick über den Tellerrand gehört auch das Kennenlernen neuer Instrumente aus anderen Disziplinen. Er spricht von Sozialmedizin, Evidenzbasierter Medizin, Qualität und Leitlinien, als seien dies zahnmedizinische Vokabeln. Von der EbM kommt er zu den Praxisroutinen:

„Aber nicht nur viele Wahrheiten in der Wissenschaft sind mehr Eminenz- als evidenzbasiert. Unsere Praxisroutinen sind das auch. Nur sind wir hier die Eminenz selber. Die meisten Studenten führen eigene Praxen, kleine Unternehmen zwischen 5 und 20 Mitarbeitern. Und vieles wird in der Praxis eben gemacht, weil es immer so gemacht wurde, oder weil es die Lage, die Struktur, die Patienten so zu erfordern scheinen. Ich lerne meine Scheuklappen abzulegen. Scheuklappen, die in der eigenen Persönlichkeit begründet sind und in den Erfahrungen, die ich gemacht habe.“

Dieter Gaukel blickt nach vorne. Er ist gespannt auf die Masterarbeiten. Respekt vor der Arbeit, die da auf einen zukommen mag, ist rauszuhören. Aber es lohnt sich, schließlich geht es um eine bessere Zahnmedizin.


Und ist das alles eingetreten?

Blickt man zurück, hat der Masterstudiengang zweifelsohne neue Impulse für den einzelnen Zahnarzt und die Zahnärzteschaft gegeben. Sehr konkrete Beispiels sind die Gründung des Masternetzwerkes Integrated Dentistry  Die Gründung und die Vorbereitung und Organisation von Vorträgen bei der Herbstkonferenz. Erste Herbstkonferenz Darüber hinaus sind einige Beiträge in nationalen und internationalen Fachzeitschriften zu nennen, die im Kontext der Masterarbeit entstanden sind und natürlich das Masterbuch zum 10-jährigen Jubiläum. Buchveröffentlichung

 

Weitere Informationen:

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