Die Akademie und die Welt - internationale Verbindungen

1996-1999

Die Quellen:

Bericht im Zahnärzteblatt Baden-Württemberg 1996 Aufbruchstimmung nach dem Krieg - Akademie Karlsruhe unterstützt die Zahnklinik der Universität Sarajevo"

„Einer Initiative der „Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe“ ist es zu verdanken, daß die zahnmedizinische Fakultät von Sarajevo nach vier Jahren Krieg die Versorgung der Patienten in Zukunft bald wieder ein Stück mehr sicherstellen kann.“

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Bericht im Zahnärzteblatt Baden-Württemberg 1999 „Zurück in die Zukunft - Zahnmedizinische Fakultät 1998/99"

„Die Initiative der Akademie Karlsruhe - ein Manifest erlebter und wahrhaftiger Kollegialität, die den kleinen und großen Patienten eben so zugute kommt wie den Zahnärztinnen und Zahnärzten."

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Unterstützung für die Zahnklinik der Universität Sarajevo

von Dr. Dr. Hans Ulrich Brauer, M.A.
Prof. Heners in der zerstörten Bibliothek von Sarajevo, einem Weltkulturerbe, im Jahr 1996 (Quelle: Bildarchiv Akademie Karlsruhe)

Wie die Zusammenarbeit begann

Die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe unterstützte nach dem Bosnienkrieg (1992-1995) den Wiederaufbau der Zahnklinik der Universität Sarajevo.

Der Bericht im Zahnärzteblatt Baden-Württemberg Extra 1996  Quelle erzählt in einer Rückblende wie die Unterstützung der Zahnklinik Sarajevo bereits im Jahr 1994 beginnt:

„Dr. Vladimir Zura, Oberarzt der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe, ist über das Schicksal der Menschen im ehemaligen Jugoslawien zutiefst verzweifelt. Er spricht mit seinem Chef, Prof. Dr. Michael Heners, Direktor der „Akademie“, und gewinnt ihn, in der Öffentlichkeit „Zeichen“ zu setzen. Sie fahren im Herbst 1994 gemeinsam zur Botschaft nach Bonn. Sie reden über ihre Absicht, den bosnischen Außenminister, Dr. Irfan Ljubijankic, für einen Vortrag vor der Karlsruher Konferenz zu gewinnen. Das Ergebnis kennen wir: Zum erstenmal sollte im März 1995 in der Bundesrepublik Deutschland ein Außenminster der Republik Bosnien-Herzegowina über das Schicksal und die Perspektiven der Menschen sprechen. Die Tragik wollte es, daß der Außenminister selbst ein Opfer des Krieges wurde. Die Menschen hatten jedoch das Signal, das von Karlsruhe gekommen war, nicht vergessen. Die Einladung hatte deutlich gemacht, daß die „Akademie“ auch in schwierigen Zeiten des Wiederaufbaus Partner und Freund sein will."

Die Delegation um Prof. Dr. Michael Heners im Gespräch mit dem Dekan der Stomatologischen Fakultät Prof. Dr. Hamid Tahmiscija beim ersten Besuch 1996 (Quelle: Bildarchiv Akademie Karlsruhe)

Eine erste Delegation aus Karlsruhe macht sich auf den Weg nach Sarajevo

Die ausführliche und eindrückliche Berichterstattung des Zahnärzteblattes Baden-Württemberg gibt die Eindrücke aus der kriegszerstörten Stadt Sarajevo wieder. Man liest man von der Hilfsbereitschaft der Zahnärzteschaft und der ersten Reise an die Zahnklinik Sarajevo im Oktober 1996:

„Professor Dr. Michael Heners, Direktor der Akademie, sowie Dr. Vladimir Zura, Oberarzt der Akademie, Professor Dr. Dr. Rolf Singer, Klinikum Ludwigshafen, Professor Dr. Dr. Hans Jörg Staehle, Universität Heidelberg, folgten einer Einladung und Bitte des Dekans der Stomatologischen Fakultät Sarajevo, Prof. Dr. Hamid Tahmiscija, um mit Vorträgen zu aktuellen Themen der Zahnheilkunde das Wintersemester zu eröffnen. Darüber hinaus brachten Sie 100.000 Mark an Sachspenden, darunter ein dringend benötigtes Röntgengerät und Materialien, die Prof. Dr. Michael Heners von Dentalfirmen aus der Bundesrepublik zur Verfügung gestellt wurden. Die Mitglieder der Karlsruher Konferenz spendeten zudem fast 50.000 Mark für in Not geratene Familien."

Die Vorlesungen der Karlsruher Initiative stoßen auch 1998 auf ein reges Interesse bei den bosnischen Zahnärzten. (Quelle: Bildarchiv Akademie Karlsruhe)

Das Engagement geht weiter

In dem zweiten Bericht aus dem Zahnärzteblatt Baden-Württemberg Extra 1999 Quelle wird von einer zweiten Vortragsreise nach Sarajevo berichtet. Diesmal haben Prof. Dr. Michael Heners und Dr. Vladimir Zura die Herren Prof. Dr. Bernd Klaiber aus Würzburg und PD Dr. Thomas Pioch aus Heidelberg dabei. Sie stellten in zwei Tagen den Zahnärztinnen und Zahnärzten the state of the art der Zahnheilkunde vor.

Neben diesen Vortragsreisen konnten Dank der Spenden 11 Zahnärztinnen und Zahnärzten ein dreimonatiges Stipendium zur Fort- und Weiterbildung an deutschen Universitäten der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ermöglicht werden.

In der Bildergalerie sind viele weitere Fotos zu sehen, die die zerstörte Stadt Sarajevo zeigen, den Wiederaufbau, der Hoffnung nährt und Bilder einer weiteren Vortragstätigkeit in Sarajevo im Jahr 2003.

Auch Dr. Zura gibt in seinem Interview Auskunft über die Zusammenarbeit mit Sarajevo. Im Gespräch mit Dr. Vladimir Zura

 

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